Internationale deutsche Meisterschaften Berlin

Bild: Mika Volkmann, www.mikablen.de
Bild: Mika Volkmann, www.mikablen.de

Die Bedingungen in Berlin waren schwierig. Regen, Wind und Kälte waren die Begleiter bei den Wettkämpfen. Beim Kugelstoßen mußte der Wettkampf einmal sogar wegen Starkregen unterbrochen werden. Aber auch schlechte Bedingungen sind ja für alle Athleten gleich, so dass dies als Ausrede natürlich nicht gilt.


Beim Kugelstoßen erreichte ich mit 12,22 m die zweitweiteste Weite meiner Karriere überhaupt. Ein weiterer Versuch war noch deutlich weiter, es gelang mir aber leider nicht, diesen am Ende des Stoßes zu halten und so wurde er leider ungültig. Schade! Mit einem weiteren Versuch deutlich über 12 m (12,14) und noch einem Versuch knapp an die 12 m Marke (11,92 m) waren die Trainerin und ich letztlich sehr zufrieden. Das bedeutete auch den Titel "internationale deutsche Meisterin 2015". Sicher fühlen für Doha kann ich mich damit aber sicher nicht. Die Konkurrenz schläft nicht, das zeigte sich auch jetzt in Berlin. Die Russin Irina Vertinskaya zeigt in den letzten eineinhalb Jahren eine grandiose Entwicklung und hatte ihre Bestleistung vor der EM im letzten Jahr bereits deutlich verbessert. Jetzt in Berlin setzte sie nochmal einen drauf. Sie verbesserte ihre persönliche Bestleistung erneut um mehr als 50 cm. Wegen einer Operation am Fuß stößt sie momentan nur aus dem Stand, konnte sich mit einer tollen Weite von 10,91 m aber trotzdem Platz 2 sichern. Mit ihr wird auch in Doha ganz sicher zu rechnen sein, denn bis dahin wird sie wieder angleiten können!

Eva Berna aus Tschechien konnte ihr Können in Berlin nicht unter Beweis stellen. Sie blieb deutlich hinter ihrer persönlichen Bestleistung zurück. Auch sie kann deutlich mehr, das wissen alle Konkurrenten.


Gestern abend folgte dann noch der Weitsprung. Wie erwartete setzte sich hier die Russin Zhanna Fekolina durch, die damit ihre Favoritenrolle bestätigte. Mit 4,86 m blieb sie nur wenige Zentimeter unter dem seit über 10 Jahren bestehenden Weltrekord von 4,92 m zurück. Ich glaube, spätestens in Doha wird es einen neuen Rekord für unsere Startklasse (T37) geben. Ich wurde mit 4,44 m Zweite und bestätigte meine persönliche Bestleistung vom Februar diesen Jahres nochmal auf den Zentimeter genau. Damit waren wir zufrieden.


Nächster Wettkampf ist die Hachenburger Nacht am kommenden Mittwoch.







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