Mitleid war gestern?! - Faszination des Behindertensports

Gestern abend fand an der Dt. Sporthochschule in Köln der 9. Kölner Abend der Sportwissenschaft statt, diesmal zum Thema "Mitleid war gestern?! Faszination des Behindertensports". Geleitet wurde der Abend von Prof. Thomas Abele, der an der Kölner "SpoHo" die Professur Paralympischer Sport innehat, welche weltweit einzigartig ist!

Nur ein Indiz von vielen, dass in NRW, speziell im Kölner Raum, Behindertenspitzensport und auch Behindertenbreitensport bereits auf einem ganz anderen Niveau betrieben und beforscht wird, wie das andernorts in Deutschland der Fall ist. Als Behindertensportler im Rheinland sitzt man sozusagen "an der Quelle". Dies verdanken die Sportler vorallem der guten Arbeit großer Vereine, in denen Inklusion wirklich schon gelebt wird (z.B. mein Verein, der TSV Bayer 04 Leverkusen aber z.B. auch der TV Wattenscheid) und deren Zusammenarbeit mit regionalen Olympiastützpunkten sowie der Sporthochschule in Köln. Mittlerweile läuft viel sportwissenschaftliche Forschung zu verschiedenen Themen und Bereichen des Behindertensports (auch bei uns im Training tauchen immer mal wieder Sportstudenten auf, die Themen aus dem Behindertensport bearbeiten), so wurden in den letzten Jahren z.B. zunehmend bessere diagnostische Möglichkeiten geschaffen, die den besonderen Ansprüchen im Behindertensport gerecht werden. Dadurch kann Training wissenschaftlich begleitet und so optimiert werden. Davon haben alle etwas.

Behindertensportler unterschiedlicher Behinderungsarten können an der Sporthochschule Köln auch seit vielen Jahren bereits ganz regulär Sport studieren, auch das ein Meilenstein. Auch sie müssen jedoch die anspruchsvollen Aufnahmekriterien, inklusive Sporttest, bestehen. Kein Mitleid also ;)


Das Fazit des Abends: Die allerwenigsten Behinderten (ob Sportler oder nicht) wollen Mitleid. Sie alle wollen Respekt für ihre Leistungen. Denn


"Mitleid kriegt man geschenkt, Respekt muß man sich erarbeiten!"



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